Vor der Klimakonferenz in Durban

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24.11.2011 | Während die globalen Treibhausgas-Emissionen immer neue Rekordwerte erreichten, ist die Stimmung vor der anstehenden UN-Klimakonferenz Ende November im südafrikanischen Durban an einem Tiefpunkt angelangt: Das angestrebte Ziel von maximal 2 Grad Erwärmung ist kaum noch realisierbar. Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus, und die Vorverhandlungen lassen auch für Durban keinen Durchbruch erwarten.

Was bedeutet es, wenn das bislang einzige verbindliche internationale Klimaschutzabkommen nicht verlängert wird? Fallen damit auch die Einnahmen aus dem Zertifikatehandel weg – derzeit wichtige Mittel, um Klimaschutz- und Energieversorgungs-maßnahmen in Entwicklungsländern anzutreiben.

Welche Alternativen gibt es für den globalen Klimaschutz? Worüber wird in Durban gestritten, wo liegen die Knackpunkte der Verhandlungen? Und unter welchen Bedingungen könnten Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer doch noch auf einen Nenner kommen?

Für diese und weitere Fragen werden zugeschaltet sein:

Prof. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig, Abteilungsleiter „Ökonomie und Politik" an der nationalen Klimaagentur (CSC) in Hamburg. Er nimmt als Beobachter an den UN-Klimaverhandlungen in Durban teil. Nach seiner Einschätzung müssen die  Kyoto-Mechanismen geschützt werden, selbst wenn die Industrieländer sich nicht auf ambitionierte Ziele in Durban verständigen können. Und es geht um Finanzhilfen für die Entwicklungsländer, die die Anpassung an den Klimawandel ermöglichen und ein grünes Wachstum in Gang zu setzen. Kleine Schritte sind wichtig, um den internationalen Verhandlungsprozess zu legitimieren.

Dr. Stephan Singer, Direktor Globale Energiepolitik des WWF International in Brüssel. Er sieht drei Verhandlungsschwerpunkte: Die Verlängerung des Kyoto-Protokolls. Ein verbindliches Abkommen – auch von Nicht-Kyoto-Ländern – bis 2015. Und eine finanzielle Zusage für das Fast Track Funding in Entwicklungsländern.

Claudia Ruby, freie Umwelt- und Wissenschaftsjournalistin und WPK-Vorstandsmitglied, moderiert die Telefonschalte.


WPK-Mitglieder können sich bis Mittwoch, 23.November per Mail (christian.esser@wpk.org) anmelden und erhalten eine Telefonnummer sowie den Einwahlcode in den Telefonkonferenzraum.

Mit der Pressekonferenz für WPK-Mitglieder am Telefon testen wir eine neue Möglichkeit, kurzfristig und aktuell auf Termine und spannende Themen einzugehen.


Auf einen Blick:

Telefonkonferenz am 24.11.2011, Beginn: 13.30 Uhr. Einwahl ab 13.25 Uhr.
Dauer: ca. 45 Minuten, Anmeldung bis 23.11.: christian.esser@wpk.org






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