Datenjournalismus für Wissenschaftsjournalisten

Den "Datenschatz" heben - aber wie?

Den "Datenschatz" heben - aber wie?Gerd Altmann / pixelio.de

Datenjournalismus ist in. Nicht nur, weil Datenvisualisierungen - wenn sie richtig gemacht sind - enorme Erklärungskraft haben und vom Publikum inzwischen fast erwartet werden. Daten bieten den Journalisten zudem unbestechliche Wahrheiten, die sich sonst kaum benennen - oder auch nur finden ließen. Deshalb sollten grundlegende Kenntnisse davon, wie man mit Daten arbeitet, inzwischen das klassische journalistische Handwerkszeug ergänzen. Wissenschaftsjournalisten sind prädestiniert dafür, ihre Recherchen und Stücke mit Daten zu bereichern: Weil sie der wissenschaftlichen Denkweise - und damit der „Datendenke“ - viel näher sind als die Kollegen anderer Ressorts. Und weil sie mit der Forschung eine der besten Datenquellen überhaupt an der Hand haben.

Das Seminar vermittelt mit vielen Übungen die wichtigsten datenjournalistischen Methoden: Wie lassen sich die passenden Daten erstmal finden und beschaffen, wie Datensätze säubern, analysieren („Geschichten finden“) und visualisieren?



Inhalt:

Freitag:

* Storys in Daten finden? Vom DDJ-Hype zum datenjournalistischen Workflow für bessere Geschichten
* Excel Startup (Orientierung, effizientes & sicheres Arbeiten, wichtigste Funktionen)
* Datenquellen & Datenformate (von Amtlicher Statistik über Wissenschaft bis API, von CSV bis XML)
* Excel Essentials (Datenbereinigung & Analyse, „Geschichte in den Daten“ finden)

Samstag:

* Große Übung: Datenrecherche & - Analyse
* Online-Visualisierungen: Orientierung & Bewertung von Tools/Techniken plus Übungen
* Interaktive Karten: Varianten, Crashkurs Theorie & Übungen mit Google Fusion Tables


Struktur des Seminars:
Die Kurseinheiten folgen aufeinander wie die Arbeitsschritte im datenjournalistischen Workflow: Journalistische Frage - Datenrecherche - Datenreinigung & -analyse - Datenvisualisierung. Innerhalb der Datenanalyse („Excel Essentials“) werden die einzelnen Funktionen/Vorgehen/Tricks entlang einer Liste von (statistischen) „Fragen an die Daten“ eingeführt, mit denen man typischerweise gut Auffälligkeiten („Geschichte in den Daten“) finden kann.


Voraussetzungen:
Keine speziellen Kenntnisse, aber: Eigener Rechner mit Tabellenkalkulationsprogramm (am besten Excel), Accounts bei Google, Infogram und Datawrapper


Trainer:
Björn Schwentker, Daten- und Demografiejournalist, Blogger und freier Autor für Radio-, Print- und Online-Medien, http://www.demografie-blog.de/bjoern_schwentker/


Termin:
Fr, 18. September 2015, 12-20 Uhr &
Sa, 19. September 2015, 10-17 Uhr


Anmeldung:
Bitte melden Sie sich per Mail an: wpk@wpk.org. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt. Für WPK-Mitglieder ist der Workshop kostenlos. Teilnahmebeitrag für Nicht-Mitglieder auf Anfrage.