Journalistenpreise: Drei ausgezeichnete WPK-Mitglieder

27.10.11 | Gleich drei WPK-Mitglieder sind für ihre hervorragende wissenschaftsjournalistische Arbeit mit Journalistenpreisen ausgezeichnet worden: Die beiden freien Wissenschaftsjournalisten Jan Lublinski und Tim Schröder sind die Preisträger des Georg von Holtzbrinck Preises für Wissenschaftsjournalismus 2011. Außerdem erhält Thomas Reintjes den Ernst-Schneider-Preis 2011 in der Kategorie Technik.

Tim Schröder wird u.a. für seinen Artikel "Erst lernten die Bilder laufen, jetzt lernen sie lügen“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über neue Software, mit der sich nun auch ganze Filme leicht manipulieren lassen, in der Kategorie Print ausgezeichnet. Tim Schröder überzeugte die Jury außerdem mit seinen Textarbeiten über winzige Algenkrümel die Kalk produzieren und CO2 binden, und deren Bedeutung für Geologen und Klimaforscher in „Die Kleinodien der Ozeane“ (mare) und über die wechselseitige Beeinflussung des Menschen und seiner Bakteriengemeinschaft in "Der Mensch – ein Holobiont“ (Rheinischer Merkur). Die Jury war vor allem von der journalistischen Themenvielfalt und Schröders Sprache überzeugt, die komplexe wissenschaftliche Sachverhalte anschaulich und unterhaltend vermittelt.

Jan Lublinski ist Preisträger in der Kategorie Elektronische Medien u.a. für seinen Audiobeitrag im Deutschlandfunk „Die Klimadoktoren - Wie sich die Wissenschaft für Notoperationen wappnet“ über Geoengineering als kaum erforschte Strategie gegen den Klimawandel. Weitere ausgezeichnete Hörfunktstücke, die alle im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurden, handeln von Kriegsführung durch Militärroboter in "Kriegsspiele – wenn ferngesteuerte Maschinen Ernst machen“ und von geologischen Prüfverfahren zur Verhinderung des Handels mit Konfliktrohstoffen in "Kein Blut am Handy – Der geochemische Fingerabdruck für kongolesisches Coltan“. Lublinskis Arbeiten "vermitteln dem Zuhörer übersichtlich und differenziert, mit spannender Dramaturgie die Dimensionen und Verflechtungen komplexer Wissenschaftsthemen", so das Urteil der Jury.

Links zu alle ausgezeichneten Stücken finden Sie unter http://www.vf-holtzbrinck.de/de/veranstaltungen/preise/georg-von-holtzbrinck-preis-fuer-wissenschaftsjournalismus/

Thomas Reintjes, ebenfalls freier Wissenschaftsjournalist , erhält den Ernst-Schneider-Preis 2011 in der Kategorie Technik für das Hörfunkstück "MyPhone - Ideen zum Handy der Zukunft", gesendet im Deutschlandfunk ("Wissenschaft im Brennpunkt", Redaktion Gerd Pasch). Nach Ansicht der Jury schafft Thomas Reintjes "durch die raffinierte Verbindung von O-Tönen ein außergewöhnliches Hörerlebnis. Die Montage komprimiert und konzentriert Inhalte. Die Hörer verstehen, wie sich die Handytechnik entwickeln wird und welche Anwendungen Fachleute in Kürze erwarten".

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1120032/