Volkart Wildermuth erhält Journalistenpreis Neurologie

Den Journalistenpreis Neurologie in der Kategorie „Elektronische Medien“ erhält 2013 Volkart Wildermuth für sein Radiofeature „Das Prion-Prinzip. Der neue Blick auf Alzheimer, Parkinson und Huntington“. Das Feature, das im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde, beleuchte differenziert und anschaulich die Mechanismen, die für diese Erkrankungen des Gehirns verantwortlich sind, so die Jury. Wildermuth nehme den Zuhörer mit in internationale Labore, in denen Neurowissenschaftler an der grauen Substanz Verstorbener nach den Ursachen und Auslösern neurodegenerativer Erkrankungen fahnden. Der Zuhörer erfährt, wie Prionen gesunde Strukturen im Gehirn zerstören und wie Forscher versuchen, über das Prion-Prinzip gefürchtete Krankheiten des Gehirns zu stoppen. „Das Ganze so perfekt, dass die Panik, menschliche Krankheiten könnten eng mit BSE und Creuzfeldt-Jakob in Verbindung stehen, gar nicht erst aufkommt. Gerade bei diesem Thema eine hohe Kunst“, urteilt die Jury. Der Preisträger freut sich über die Auszeichnung: „Das Thema war ein harter Brocken, weil es doch um recht abstrakte Konzepte geht. Umso schöner, dass die Sendung die Jury überzeugt hat“.

Volkart Wildermuth (51) studierte Biochemie in Tübingen und Berlin und arbeitete parallel als Reporter für den Südwestfunk. Seit 1996 konzentriert er sich auf den Wissenschaftsjournalismus mit dem Schwerpunkt Lebenswissenschaften. Seine mehrfach preisgekrönten Kurzbeiträge und längeren Sendungen, Kommentare und Rezensionen laufen regelmäßig im Deutschlandfunk und im Westdeutschen Rundfunk, in weiteren ARD-Anstalten sowie gelegentlich im Schweizer, Österreicher und Australischen Rundfunk. Volkart Wildermuth moderiert Diskussionsrunden zu Forschungsthemen und ist Autor des Buchs „Biotechnologie. Zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und ethischen Grenzen“. Seit 2007 ist er regelmäßig als Medientrainer für Wissenschaftler tätig. Er lebt in Berlin.

In der Kategorie Wort wird Dr. Andreas Bernard für seinen SZ-Magazin-Beitrag „Die Hirnforschung ist die Königin aller Wissenschaften“ mit dem Journalistenpreis Neurologie ausgezeichnet.

Quelle: DGN