Die diesjährige Mitgliederversammlung der WPK findet im Rahmen der WISSENSWERTE in Freiburg am Donnerstag, den 26. Oktober 2023 statt. Mitglieder haben die Einladung per E-Mail erhalten.

In diesem Jahr stehen Vorstandswahlen an. Mehrere Positionen sind neu zu besetzen.

Hier stellen sich die Mitglieder vor, die für ein Vorstandsamt kandidieren:

 

Nicola Kuhrt

Die Welt ist im Wandel und Wissenchaftsjournalistinnen und – journalisten stellen sich diesem Wandel, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können. Die WPK hat sich längst auf den Weg gemacht und möchte die vielen Kolleginnen und Kollegen auf bester Weise dabei unterstützen, ihre Arbeit zu tun.

Ich möchte die Weiterentwicklung des Vereins mit euch weiter vorantreiben. In einer Zeit, in der die gesamte Branche (mal wieder) im Umbruch ist, bieten sich dazu wichtige Chancen für den Wissenschaftsjournalismus. Ich möchte Projekte stärker in den Blick nehmen, die einen strukturpolitischen Blick auf das System Wissenschaft und Politik ermöglichen und die Rolle des Journalisten diskutieren.

Ich habe noch mal nachgeschaut, und war selbst überrascht: ich bin tatsächlich schon seit 2003 Mitglied der WPK, seit 2015 gemeinsam mit Claudia Ruby und Martin Schneider im Vorstand.

Zu meiner Person: Germanistin, dann Volontariat bei der Westdeutschen Zeitung in Düsseldorf. Seit 2003 freie Wissenschaftsjournalistin für Tages- und Wochenzeitungen, Schwerpunkt Medizin. Seit 2012 bei SPIEGEL ONLINE, seit 2017 mache ich MedWatch.de. Seit 09 / 2022 bin ich Redaktionsleiterin Research bei Table.Media. Ich bin Mitglied bei netzwerk-recherche und Jury-Vorsitzende des Memento-Medienpreis für vernachlässigte Krankheiten.

 

Alexandra Hostert

Seit 2021 bin ich im Vorstand der WPK – online gewählt in einer Zeit, als die Pandemie persönliche Treffen unmöglich machte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich in den vergangenen beiden Jahren viele von Euch persönlich kennenlernen konnte. Weil mir sehr wichtig ist, wie wir den Wissenschaftsjournalismus weiterentwickeln können, habe ich mich in dieser Zeit besonders für den WPK-Innovationsfonds und in der Zusammenarbeit mit dem Rhine-Ruhr-Center for Communication Research (RRC) engagiert. Auch in den nächsten Jahren möchte ich die WPK weiter im Vorstand unterstützen und mich hier für einen Wissenschaftsjournalismus einsetzen, der mit neuen Formen experimentiert und Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft erreicht.

Außerdem es ist mir wichtig, in der WPK die Interessen von Journalist*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern im Auge zu behalten. Denn ich habe selbst den Wissenschaftsjournalismus aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt: Als freie Autorin mit Schwerpunkt Natur und Umwelt, aber auch als Volontärin und Redakteurin. Von den Anfängen im Print, über Stationen bei TV-Produktionsfirmen bis zur Arbeit für öffentlich-rechtliche Sender. Heute arbeite ich als freie Wissenschaftsjournalistin hauptsächlich für digitale Audio- und Videoformate, zum Beispiel von WDR, Dlf, ZDF und BR.

 

Astrid Viciano

Es würde mich freuen, im Vorstand der WPK mitzuarbeiten. Warum? Ich helfe gern Journalistinnen und Journalisten dabei, sich zu vernetzen, sich auszutauschen, Recherche-Teams zu bilden. In Hamburg habe ich viele Jahre lang den Stammtisch für Wissenschaftsjournalist*innen geleitet, gemeinsam mit Kollegen organisiere ich nun den WPK-Stammtisch in München, ebenso wie den der Freischreiber*innen.

Doch möchte ich im Vorstand vor allem auch daran arbeiten, die Mitglieder der WPK in Europa weiter zu vernetzen. Seit fast zwei Jahren schon vertrete ich die WPK in der noch jungen European Federation for Science Journalists (EFSJ). Gemeinsam mit Lynda Lich-Knight habe ich im Juni 2022 die erste EFSJ/WPK-Reise organisiert, nach Barcelona. Das soll aber erst der Anfang sein. Journalistinnen und Journalisten aus verschiedenen Ländern zusammenzubringen, den eigenen Horizont auch in der Wissenschaft zu erweitern, daran möchte ich im WPK-Vorstand arbeiten.

Zu meiner Person: Ärztin. Deutschspanierin. Studium der Medizin in Regensburg, Würzburg, Saragossa, Praktisches Jahr in Bordeaux, Sevilla und Salamanca. Master in „Specialized Journalism“ in Los Angeles, fast vier Jahre Tätigkeit als Wissenschaftsjournalistin in Paris, im vergangenen Jahr als „journalist-in-resident“ am IBEC in Barcelona. Zuletzt Redakteurin beim „Wissen am Wochenende“ der Süddeutschen Zeitung, früher Redakteurin beim stern, bei Die Zeit und beim Focus. Schwerpunkt heute: Cross-Border-Projekte in europäischen Recherche-Teams, internationale Buchprojekte sowie Leitung des Medien-Doktor Gesundheit an der TU Dortmund.

 

Rainer Kurlemann

Die Klimakrise und auch andere aktuellen Probleme zeigen, wie wichtig Wissenschaftsjournalismus in der heutigen Zeit ist. Gleichzeitig werden die Bedingungen für die KollegInnen immer schwieriger. Deshalb möchte ich mich für den Wissenschaftsjournalismus einsetzen, und wo geht das am besten, wenn nicht in der WPK? Ich bin seit vielen Jahren Mitglied und möchte die aktuell sehr positive Entwicklung in den kommenden Jahren weiter vorantreiben.

Ich bin 56 Jahre alt und promovierter Chemiker, habe mich aber schon früh für den Journalismus entschieden. Nach einiger Zeit als Freiberufler habe ich 14 Jahre lang für die Rheinische Post in Düsseldorf geschrieben und dort als Print-CvD und Chef der Online-Redaktion Verantwortung übernommen. Seit zehn Jahren arbeite ich nun wieder freiberuflich. Ich engagiere mich als Aufsichtsrat bei der Journalisten-Genossenschaft der RiffReporter und entwickle gemeinsam mit KollegInnen Bürgerdialoge über Themen aus der Wissenschaft und der Gesellschaft. Zudem habe ich den Krimi „Der Geranienmann“ geschrieben, der sich mit den Auswirkungen der Humangenetik beschäftigt.

 

Carolin Riethmüller

Jours Fixes, Vernetzung, Recherchereisen und das SMC: Ich habe die WPK als einen Verein erlebt, der etwas bewegt und immerzu auf den Beinen ist, um den Wissenschaftsjournalismus voranzubringen. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen und kandidiere daher für das Vorstandsteam.

Zu mir: Ich bin Dokumentarfilmerin für das Öffentlich-Rechtliche, arbeite aber auch für Wissenschaftsformate im Radio, Print und auf YouTube. An Erfahrung mit Ehrenämtern mangelt es nicht; am prägendsten waren die zehn Jahre im Jugendtreff, unter anderem als Leitung der Sommenferienspiele mit 120 Kindern. Wer mich privat oder beruflich kennt weiß: Ich kann anpacken, organisieren, und bin immer verlässlich zur Stelle, wenn eine Hand gebraucht wird.

Ein Thema, das mich persönlich im Hinblick auf die Zukunft unserer Arbeit umtreibt, sind Erkennungsmöglichkeiten für fundierte journalistische Recherche. Desinformationskampagnen haben längst den Dreh raus: Sie kopieren die Merkmale, an denen man einst Journalismus erkannte. KI macht das Spiel nicht einfacher. Was für neue Mechanismen können wir uns überlegen, um Journalismus zu kennzeichnen? Eine Schwester der Blockchain-Technologie vielleicht? Oder doch mehr Medienpädagogik?

Zum anderen beschäftigt mich, wie Wissenschaft Menschen im Alltag erreichen kann. Wann und wie werden sie in Zukunft Wissenschaftsinhalte konsumieren wollen? Immer wieder hört man es müsse mehr menscheln, mehr Emotionen, mehr unterhalten. Andere Zuschauer fragen gezielt nach mehr klaren schlichten Fakten. Wie können wir den Informationsbedürfnissen der Zuschauer gerecht werden – oder diese sogar wecken?

Ich würde mich sehr freuen, gemeinsam mit euch nach Antworten auf diese und viele weitere Fragen zum Heute und Morgen des Wissenschaftsjournalismus zu suchen.