Sand, Kies, Gips, Kali, Salz und Co.
WPK-RohstoffWissen!-Recherchereise nach Thüringen, 26.-29. Oktober 2025

(Foto: Lars Fischer)

Zum dritten Mal nach Rohstoff-/Energiereisen in den Jahren 2021 und 2023 hat RohstoffWissen! e.V. zu einer WPK-Recherchereise angeregt. Im Fokus stand dieses Mal Rohstoffförderung in Thüringen. Bei Sturm und mitunter Januar-Temperaturen machten sich zehn Teilnehmende auf den Weg nach Erfurt, wo eine Nachtwächter-Stadtführung den Auftakt zum Programm bildete. An den folgenden drei Tagen ging es zu Rohstofffirmen in verschiedene Landesteile Thüringens in Begleitung von Professor Tobias Backers, Ruhr-Universität Bochum, Ivonne Arenz, Verband Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. sowie Freundeskreismitglied und Mitgründer von RohstoffWissen! Hans-Jürgen Weyer.

Die folgenden Kurzberichte liefern einen Eindruck davon, was wir in Thüringen erleben und erfahren dürften (Link zum Programm). Viele neue Erkenntnisse wurden uns beschert. Großen Dank an die gastgebenden Firmen sowie an die Unterstützende: Ruhr-Universität Bochum (AG Ingenieurgeologie und Felsmechanik); Südharz Kali GmbH; Verband Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. (VBGU); Unternehmerverband Mineralische Baustoffe e.V. (UVMB) sowie RohstoffWissen! e.V.

Lynda Lich-Knight

Ohne Kies, kein Beton

(Foto: Christiane Götz-Sobel)

Kies ist neben Sand der wichtigste Massenrohstoff und entscheidend für eines der wichtigsten Materialien der Menschheit: Beton. Diesem künstlichen Gestein gibt der Kies Stabilität und Struktur. Abgebaut wird er unter anderem bei Erfurt, wo im eiszeitlichen Geratal bis zu 20 Meter dicke Kiesschichten liegen. Beziehungsweise lagen. Unsere Fahrt nördlich von Erfurt zur K+B Kies und Beton GmbH führte vorbei an einer Seenlandschaft aus alten Kiesgruben, die heute als Naherholungsgebiet dienen – auch wenn das angesichts des Wetters nicht allzu erquicklich erschien.

Das Unternehmen produziert und liefert Beton und Baustoffe, vor allem aber baut es Kies ab. Kies sind im Grunde kleine Steine zwischen zwei Millimetern und rund sechs Zentimetern Durchmesser, von denen vor allem die kleineren Größen bis 32 Millimetern Durchmesser in Beton landen. Bei Erfurt stammt der Kies ursprünglich aus dem Thüringer Wald, wo während der Eiszeiten Gestein intensiv verwitterte und im Flusstal der Gera abgelagert wurden.

(Foto: Lynda Lich-Knight)

Dort befinden sich auch die Kiesgruben von K + B. Zwei davon sind der Sulzer und der Schwerborner See, getrennt durch einen Damm. Von den Abbaustellen dort transportieren Laufbänder normalerweise den abgebauten Kies kilometerweit zur Verarbeitung. Im Gegensatz zum eiskalten Wind ruhten die Laufbänder allerdings – in der Entfernung stand ein Förderbagger still.

Den schlimmsten Regenguss des Tages überstanden wir bei einem Mittagessen in einer Gaststätte am Alperstedter See – einer weiteren alten Kiesgrube – samt Informationsvorträgen und einem ungewöhnlich unterhaltsamen Imagefilm. Eine Erkenntnis: Rohstoffabbau in Deutschland hat es schwer. Kies wird in der Region überhaupt nur deswegen noch gefördert, weil das Land Thüringen nach 1990 einen besonderen Passus in seinem Bergrecht unterbrachte, dank dem neue Gruben erschlossen werden konnten.

(Foto: Lars Fischer)

Der unbestreitbare Höhepunkt des Tages war der anschließende Besuch in einem aktiven Kieswerk. Dort gräbt ein Förderbagger den Kies vom Ufer des Sees ab und türmt ihn zu einem eindrucksvollen Haufen. Das Werk ist eine grandiose Mondlandschaft, doch das scheint nur so. Die kargen Industrieflächen bieten Tieren und Pflanzen eine Heimat, die einst um die Kiesbänke natürlicher Flüsse lebten. Diese Ökosysteme gibt es nicht mehr. Stattdessen bieten ihnen nun gezielt erzeugte Mulden und Pfützen in der Industrielandschaft einen in Zusammenarbeit mit Umweltschutzorganisationen bereitgestellten Lebensraum.

Direkt nebenan befördern große Bagger den Rohkies schaufelweise zum Sortierwerk. Dieses vielarmige Monstrum aus Stahl sortiert die Steine in die durch technische Normen vorgegebene Korngrößen und schichtet sie zu pyramidenförmigen Haufen, zwischen denen am Ende unseres Besuches sogar die Sonne hindurch schien, deren Existenz den Rest des Tages teilweise zweifelhaft erschien.

Lars Fischer

Artenschutz in den Abbaugebieten

Lassen sich Umwelt- und Biodiversitätsanforderungen mit unternehmerischen Interessen in Einklang bringen? Diese Frage zu klären, ist Aufgabe von Oliver Fox. Der Diplom-Biologe ist seit neun Jahren angestellt beim Unternehmerverband Mineralische Baustoffe e.V. (UVMB) und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben zugunsten seltener und geschützter Arten in Abbaugebieten.

Aus der Sicht des Biologen sind Abbau- und Gewinnungsstätten „dynamische Lebensräume“, in denen sich zum Teil auch bedrohte Arten ansiedeln können. Die Flächen im Bergbau bieten – z. B. durch wenig Vegetation, Bodenverdichtung oder temporäre Wasseransammlungen – unterschiedliche Lebensräume. Der Biologe möchte zeigen, dass Artenschutz und Rohstoffgewinnung sich nicht ausschließen, sondern miteinander verbunden werden können. Beispiele dafür sind Kleingewässer, strukturreiche Böschungen und gezielt angelegte Rückzugsräume. Der Rohboden in Abbaugebieten bietet eine Lebensgrundlage für zahlreiche Arten wie z. B. Wildbienen, Sandlaufkäfer und Sandschrecken. Aber auch Reptilien finden in der optisch kargen Landschaft gute Lebensbedingungen.

Grundlage für zahlreiche Maßnahmen ist § 54 Abs. 10a Bundesnaturschutzgesetz, wonach das Konzept der „Natur auf Zeit“ ermöglichen soll, dass auf bestimmten Flächen temporär Lebensräume geschaffen werden, die während oder nach der Rohstoffgewinnung ökologische Nutzungen erfüllen. Ein Beispiel ist die Schaffung von Kleingewässern, in denen sich Tierarten, wie z. B. die Kreuzkröte oder die Wechselkröte ansiedeln können.

Um Unternehmen und Artenschutz zusammenzubringen, sind nach der Erfahrung des Biologen eine offene Kommunikation und eine praxisorientierte, flexible Herangehensweise von allen Parteien erforderlich. Durch frühzeitige Beteiligung von Behörden und Umwelt‑/Naturschutzverbänden sollen Konflikte vermieden werden, die bei der Nutzung der Flächen entstehen.

(Foto): Tatjana Mischke)

Montag, den 27.10.25 Mit Seewärme zur Klimaneutralität? 

Ob und in welchem Umfang Tagebauseen Teil der Energiewende sein können, ist aktuell die Frage der Stadtwerke Erfurt. Mit dem Ziel, die Klimaneutralität zu erreichen, prüft die Stadt Erfurt die Gewinnung von Wärme/Energie mittels Seethermie aus den Tagebauseen.

Quelle: EAWAG https://thermdis.eawag.ch/de/technique

In dem Wärmegewinnungsprozess wird Wasser aus Seen entnommen. Dies wird zu einer Wärmepumpe geleitet und gibt seine Wärme an ein Kältemittel ab, das sich in einem geschlossenen Kreislauf befindet. Das abgekühlte Seewasser wird dann zurück in den See geleitet. Grundsätzlich können tiefe Seen, Tagebauseen oder Flüsse mit dieser Methode als Wärmequelle dienen.

Referent Florian Zunkel berichtet, dass Prüfungen vor Ort ergeben haben, dass eine Entnahme im Tagebausee auch in einer geringeren Tiefe möglich wäre, ohne dass sich signifikante Kälteinseln bilden.

(Foto: Tatjana Mischke)

Die nutzbare Leistung hängt von verschiedenen Voraussetzungen wie zum Beispiel Wassertemperatur, Volumenstrom und Jahreszeit ab. Aktuell befindet sich der Einsatz von Seethermie in Deutschland noch in unterschiedlichen Pilotstadien oder der frühen Umsetzung. Herausforderungen bestehen meist in ökologischen und wasser‐/bergrechtlichen Genehmigungen. Insgesamt wird der Technik zwar ein hohes Potenzial unterstellt, aber auch wegen hoher Investitionskosten findet der Ansatz aktuell noch keine weite Verbreitung.

In Erfurt ist Seethermie ein Teil eines größeren Wärmeversorgungskonzepts. Die Stadt plant mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 verschiedene Massnahmen – unter anderem auch ein Tiefengeothermie-Projekt.

Der Tag endete mit einer Begehung verschiedener Abbauflächen. Die Fotos seien hier um ein paar im Nachhinein recherchierte Zahlen ergänzt:

Kurzprofil: K+B Kies und Beton GmbH

K+B Kies und Beton GmbH ist Teil der Unternehmensgruppe Naumann ist ein thüringen- und hessenweit agierendes Familienunternehmen mit rund 350 Mitarbeitern.

Das Unternehmen betreibt mehrere Kieswerke in Thüringen. Nördlich von Erfurt verfügt das Unternehmen über fünf Bergwerkseigentumsfelder im Zentrum der sogenannten „Erfurter Tiefenrinne“. Die gültigen Rahmenbetriebspläne lassen eine Auskiesung bis zum Jahr 2056 zu, wobei die Vorräte aber noch einige Jahrzehnte länger reichen könnten.

Quelle: https://www.bv-miro.org/wpcontent/uploads/studie_sand_und_kies_Band_II_2022.pdf?utm_source=chatgpt.com

Tatjana Mischke

Projekt für die Zukunft

Auch in Erfurt wird aktuell an der kommunalen Wärmeplanung gearbeitet: Es geht darum, die Wärmeversorgung bis 2045 weitgehend zu dekarbonisieren. Die Stadtwerke Erfurt fokussieren sich dabei vor allem auf ihr Fernwärmenetz, das momentan 40% des Wärmeabsatzes der Stadt deckt und überwiegend durch Erdgas befeuert wird. Ein wichtiges Standbein soll zukünftig eine geplante tiefengeothermische Bohrung sein – aber nicht nur.

Eine weitere Wärmequelle könnte mittelfristig am Sulzer See im Nordosten Erfurts erschlossen werden: die Seethermie. Der 60 Hektar große und bis zu zehn Meter tiefe See am Stadtrand ist durch den Kiesabbau entstanden und ist heute renaturiert. Das Westufer ist nun durch Buchten und kleine Inseln ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere geworden, am Ostufer gibt es Rad- und Wanderwege.

(Foto: UVMB)

Hier könnte die Seethermie ansetzen: In der Tiefe könnte Wasser entnommen und einer Großwärmepumpe zugeleitet werden, die das entnommene Wasser um 1-2 Grad abkühlt und daraufhin in den See zurückleitet. Die Wärmepumpe könnte dieses Temperaturniveau nutzen, durch elektrischen Strom dem Fernwärmenetz Wärmeenergie zuzuführen, das auf aktuell bei 95 °C die Wohngebäude und Betriebe versorgt. Die elektrische Leistung der Wärmepumpe könnte bei zehn Megawatt liegen und gemeinsam mit anderen Wärmepumpen rund 20% des Energiebedarfs des Fernwärmenetzes decken. Die Effizienz der Anlage könnte noch steigen, wenn zukünftig das Wärmenetz Erfurts auf ein niedrigeres Temperaturniveau abgesenkt wird.

Eine offene Frage bei der Seethermie ist eine mögliche Schichtung des Sees im Winter: Da Wasser seine größte Dichte bei 4°C hat, liegt selbst in kalten Winterwochen die niedrigste Temperatur am Grund bei diesem Wert. Das verhindert in der Natur, dass ein See komplett zufriert. Der Zustrom kälteren Wassers aus Wärmepumpe könnte das Seewasser aber weiter abkühlen und im schlimmsten Fall auch weiter in der Tiefe gefrieren lassen, was Folgen für Lebewesen haben könnte. Daher soll laut Florian Zunkel von den Stadtwerken Erfurt die Seethermie und ihre Auswirkungen auf den Sulzer See vorerst ausgiebig untersucht werden. Frühestens in einem Jahrzehnt könnte das Projekt realisiert werden.

Karl Urban

Gipsgewinnung im Südharz

(Foto: Christiane Götz-Sobel)

Schon auf der anderthalbstündigen Fahrt von Erfurt nach Ellrich sind Hinweise auf die Gewinnung von Rohstoffen gestern und heute in der Landschaft sichtbar. Ellrich liegt im Südharz nahe der Grenze zu Niedersachsen. Das Gipswerk dort gehört zur CASEA GmbH, einem Teil der Remondis-Gruppe, die viele von der Abfallentsorgung kennen.

Gips wird vor allem in der Bauindustrie etwa für Trockenbauwände gebraucht – aber auch für Abdrücke beim Zahnarzt und als Bestandteil von Futtermitteln zur Calciumversorgung sowie als Zusatzstoff in Lebensmitteln. Als Besonderheit wird hier Gips mit Kosher- und Halal-Zertifikat produziert.

(Foto: Karl Urban)

Es gibt viele unterschiedliche Arten der Gipsgewinnung. So fällt Gips bei der Herstellung von Flusssäure an. Gips aus Rauchgas-Entschwefelungsanlagen (REA) von Kohlekraftwerken, sogenannter REA-Gips, hatte zu Beginn kaum Akzeptanz. Im Laufe der Zeit gewann er stark an Bedeutung und muss mit dem Ausstieg aus der Verstromung von Kohle ersetzt werden. Möglich ist auch das Recycling von Gips. Er steht aber nur in geringen Mengen zur Verfügung.

(Foto: Lars Fischer)

Im Tagebau wie in Ellrich kommen Gips und Anhydrit gemeinsam vor. Der Unterschied ist, dass Gips Kristallwasser enthält, das ihm beim Brennen entzogen wird. Ob Gips oder Anhydrit gefördert wird, merkt man schon beim Abbau. Der Gips beziehungsweise das Anhydrit wird vom Tagebau zunächst mit Förderbändern in Silos transportiert. Die Schritte danach haben wir besichtigt: Der Gips wird in großen, sich drehenden Rohren gebrannt. Für das fertige Produkt werden unterschiedliche Gipsarten gemischt und anschließend maschinell verpackt. Die fertigen Säcke gelangen zur Lagerung in eine Halle und warten dort auf ihren Weitertransport. Gesteuert und überwacht wird das alles von einem zentralen Leitstand aus.

Günther Wiesner

Am Morgen gilt der erste Blick einer Wetter-App. Schließlich sind Begehungen von Bergbau-Landschaften geplant. Eine Wetter-App „verspricht“ 40% Regenwahrscheinlichkeit, eine andere 20%. Aber was heißt schon „Wahrscheinlichkeit“…  Wir müssen es eh nehmen, wie es kommt.

(Foto: Tatjana Mischke)

Heute haben wir Glück: Bei der Einfahrt in das Gelände der DEUSA International GmbH in Bleicherode leuchten die gelben Fassaden der historischen Gebäude im Sonnenl

(Foto: Lars Fischer)

icht. Man empfängt uns in der sogenannten „Kaue“: heute eine Art Festhalle, die bei Feierlichkeiten Raum für 400 Personen bietet. Von der Decke hängen lange Schnüre und an den Wänden Sprüche, die man inzwischen als „sexistisch“ bezeichnen würde.

Die „Kaue“ hat eine besondere Geschichte: Vielen hundert Bergarbeitern, die untertage Salze abbrachen, diente die Halle dereinst als „Umkleideraum“. An den Seilen sicherten die Bergleute ihre Kleidung und mitgebrachte Verpflegung. Bis zum Ende der Schicht baumelte alles sicher in der Höhe unter der Hallendecke. Wie heute die Bündel aus Seilen kann man die Sprüche an den Wänden ebenso schlicht als Teil der Geschichte betrachten😉.

Mit einem „Herzlichen Glückauf“ empfangen uns Dr. Peter Davids, Geschäftsführer, und Mario Czerwinski, Betriebsführer Sole. Man freue sich, dass man mit uns fachlich mehr in die Tiefe gehen könne als üblich. Denn, so erklärt man, es ginge um eine weltweit einzigartige Technik.

(Foto: Lynda Lich-Knight)

Der Kalibergbau im Südharz hat eine lange Geschichte, so auch der Vorläufer der DEUNA International GmbH: Auf 1858 datiert man den Beginn des deutschen Kalibergbaus. Seit Anfang des 20sten Jahrhunderts stieg die Fördermenge stetig. In der Spitze waren bis zu 1700 Menschen hier im Werk beschäftigt. In den 1970er Jahren wurde klar, dass der weitere Abbau bald nicht mehr wirtschaftlich sein würde. Zu Beginn der 1990er Jahre wurden zahlreiche Kalibergwerke geschlossen. Zum Glücksfall für Bleicherode wurde ein schon in den 1980er Jahren gestartetes Forschungsprojekt: die selektive Förderung von Kalisalz mittels eines Soleverfahrens. Aus dem einstigen Forschungsprojekt entwickelte sich die Technik, mit der in Bleicherode heute etwa 80.000 bis 100.000 Tonnen Kalisalz pro Jahr aus der Tiefe geholt werden.

(Foto: Christiane Götz-Sobel)

Dazu muss man keine Stollen mehr graben, keine Bergleute in die Tiefe schicken, und es entstehen keine Abraumberge mehr. Der Flächenverbrauch der neuen Technik ist vergleichsweise gering. Über Bohrungen presst man warmes Wasser in die salzführende Schicht. Von den vorkommenden Salzen (Kalium-, Magnesium- und Natriumsalz) ist nur das Kalisalz wirtschaftlich von Interesse. Daher reichert man das Wasser für die Tiefenspülung mit Natrium- und Magnesiumsalz an. So dringt überwiegend Kalisalz aus der Lagerstätte in die Sole. Die gesättigte Sole wird nach oben gepumpt und das Salz – hier vor allem Kalisalz – daraus gewonnen.

Die Lagerstätte soll die Zukunft des Unternehmens noch für viele Jahrzehnte – vielleicht sogar für 100 Jahre – sichern, so schätzen die Verantwortlichen. Ob der Abbau allerdings wirtschaftlich bleibt, bestimmt das Verhältnis von Kalipreis zu Energiekosten.

Heute sind hier etwa 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, und die „Kaue“ dient nur noch als Rahmen für Veranstaltungen und für den Empfang besonderer Gäste – wie einer Gruppe von Journalistinnen und Journalisten der WPK. Bilanz am Ende des Besuchs: Die Gastgeber hätten gerne noch viele Stunden unsere Fragen beantwortet und noch tiefere Einblicke vermittelt. Für uns war es auch so schon ein lohnender Besuch.

Christiane Götz-Sobel

(Foto: UVMB)